Allgemeine Geschäftsbedingungen
für Webhosting, Domains, virtuelle Server, Dedicated Server und weitere Weblygo-Dienste.
Stand: 25. September 20261. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über Webhosting, WordPress-Hosting, E-Mail-Dienste, Domainleistungen, virtuelle Server, Dedicated Server sowie damit zusammenhängende Leistungen zwischen dem Kunden und:
Weblygo, Inhaber Carsten Luckmann, Thomästr. 27, 59494 Soest, E-Mail: mail@weblygo.de.
Individuelle Vereinbarungen, die konkrete Leistungsbeschreibung und die Bestellung gehen diesen AGB vor. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn Weblygo ihrer Einbeziehung ausdrücklich zugestimmt hat.
2. Vertragsschluss
Die Darstellung von Leistungen auf der Website ist eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung und noch kein verbindliches Vertragsangebot. Mit dem Absenden der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Vertrags ab.
Eine automatisierte Bestell- oder Zahlungseingangsbestätigung bestätigt zunächst nur den Eingang der Bestellung beziehungsweise Zahlung. Der Vertrag kommt zustande, wenn Weblygo die Bestellung ausdrücklich bestätigt, die Leistung aktiviert oder mit ihrer vertragsgemäßen Bereitstellung beginnt.
Weblygo kann eine Bestellung ablehnen, wenn Kundendaten unvollständig oder erkennbar unrichtig sind, eine Leistung technisch nicht verfügbar ist, gesetzliche oder registrierungsrechtliche Gründe entgegenstehen oder ein begründeter Missbrauchsverdacht besteht.
3. Leistungsumfang und eingesetzte Anbieter
Art, Umfang, Laufzeit und technische Eigenschaften der Leistung ergeben sich aus der zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigten Leistungsbeschreibung und der Bestellübersicht.
Weblygo darf zur Leistungserbringung Rechenzentren, Netzbetreiber, Domainregistrare, Registries, Softwareanbieter, Zahlungsdienstleister und sonstige geeignete Unterauftragnehmer einsetzen. Die vertragliche Verantwortung von Weblygo bleibt hiervon unberührt.
Ein Anspruch auf eine bestimmte technische Plattform, Hardware, IP-Adresse oder einen bestimmten Rechenzentrumsstandort besteht nur, wenn dies im gebuchten Produkt ausdrücklich zugesagt wird.
4. Kundenkonto und Kundendaten
Der Kunde muss vollständige und richtige Angaben machen und diese während der Vertragslaufzeit aktuell halten. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und angemessen gegen unbefugten Zugriff zu schützen.
Der Kunde hat Änderungen wesentlicher Kontakt-, Rechnungs- oder Inhaberdaten unverzüglich im Kundenkonto zu aktualisieren oder Weblygo mitzuteilen.
5. Preise und Zahlung
Alle Preise werden in Euro angegeben. Weblygo wendet die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG an; Umsatzsteuer wird nicht gesondert ausgewiesen.
Wiederkehrende Leistungen werden für den jeweils vereinbarten Abrechnungszeitraum im Voraus berechnet. Soweit nicht anders angegeben, ist die Rechnung mit Zugang beziehungsweise zum angegebenen Fälligkeitsdatum zahlbar.
Je nach im Checkout angebotener Zahlungsart kann die Zahlungsabwicklung über einen externen Zahlungsdienstleister, insbesondere PayPal, erfolgen. Für die Zahlungsabwicklung können ergänzend die Bedingungen des jeweiligen Zahlungsdienstleisters gelten.
6. Webhosting, WordPress und E-Mail
Der Kunde ist für die von ihm bereitgestellten Inhalte, Anwendungen, Zugangsdaten und Konfigurationen verantwortlich. Software und Webanwendungen sind in einem sicheren und unterstützten Zustand zu halten, soweit deren Pflege nicht ausdrücklich Bestandteil des gebuchten Tarifs ist.
Ressourcenbegrenzungen und technische Rahmenbedingungen des jeweiligen Tarifs sind einzuhalten. Dauerhafte, außergewöhnliche Belastungen, die andere Systeme beeinträchtigen können, sind nur zulässig, wenn sie ausdrücklich vom Tarif umfasst sind.
7. Domains
Bei Domainbestellungen vermittelt Weblygo die Registrierung oder Übertragung bei dem jeweils zuständigen Registrar beziehungsweise der Registry. Der Kunde wird mit den von ihm angegebenen Daten als Domaininhaber geführt, soweit die jeweilige Vergabestelle nichts Abweichendes verlangt.
Die Anzeige einer Domain als verfügbar garantiert noch keine erfolgreiche Registrierung. Maßgeblich ist die erfolgreiche Annahme durch Registrar und Registry. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, dass der gewünschte Domainname keine Rechte Dritter verletzt.
Eine Registrierung oder ein Transfer wird erst nach bestätigtem Zahlungseingang ausgelöst. Der Kunde muss notwendige Verifizierungsanforderungen von Registrar oder Registry fristgerecht erfüllen.
Für Domains gelten ergänzend die Registrierungsbedingungen der jeweiligen Registry und des eingesetzten Registrars.
8. V-Server und Cloud-Leistungen
V-Server werden entsprechend der bestellten Ressourcen bereitgestellt. Der Kunde erhält, soweit Bestandteil des Produkts, administrative Zugriffsrechte und trägt für die innerhalb seines Servers betriebenen Inhalte, Dienste, Benutzerkonten und Sicherheitskonfigurationen Verantwortung.
Weblygo kann technische Komponenten oder zugrunde liegende Infrastruktur austauschen, wenn die vereinbarten Leistungsmerkmale erhalten bleiben und dies aus Gründen der Sicherheit, Stabilität oder technischen Weiterentwicklung erforderlich ist.
9. Dedicated Server und Live-Bestand
Dedicated-Server-Angebote können konkrete physische Einzelsysteme aus einem dynamischen Live-Bestand betreffen. Hardware, Standort und Preis ergeben sich aus dem bei Bestellung angezeigten Angebot.
Die kostenpflichtige Bestellung beim Infrastrukturprovider erfolgt erst nach bestätigtem Zahlungseingang. Unmittelbar davor werden Verfügbarkeit und Einkaufspreis des konkreten Systems erneut geprüft.
Ist das konkrete System zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar oder hat sich der Einkaufspreis erhöht, wird keine automatische Ersatzbestellung mit abweichender Hardware oder zu höheren Kosten ausgelöst. Weblygo informiert den Kunden und bietet, soweit möglich, eine Alternative an. Kommt hierüber kein Vertrag zustande, werden bereits für das nicht bereitgestellte System geleistete Zahlungen unverzüglich zurückerstattet.
Eine im Produkt ausdrücklich als enthalten ausgewiesene primäre IPv4-Adresse ist Bestandteil des angezeigten monatlichen Preises.
10. Support
Supportanfragen können jederzeit über das Ticketsystem eingereicht werden. Eine bestimmte Reaktions-, Bearbeitungs- oder Entstörungszeit ist nur geschuldet, wenn sie im Tarif oder in einem gesonderten Service Level Agreement ausdrücklich vereinbart wurde.
Der Kunde soll Störungen nachvollziehbar beschreiben und die zur Fehleranalyse erforderlichen Informationen bereitstellen. Passwörter und andere Geheimnisse sollen nicht im Klartext in Supporttickets übermittelt werden.
11. Wartung und Verfügbarkeit
Weblygo darf planmäßige Wartungen, Sicherheitsupdates und technisch notwendige Arbeiten durchführen. Planbare Beeinträchtigungen werden soweit zumutbar angekündigt. Bei akuten Sicherheitsrisiken oder unvorhersehbaren Störungen kann eine vorherige Ankündigung entfallen.
Eine bestimmte prozentuale Verfügbarkeit ist nur geschuldet, wenn sie in der Leistungsbeschreibung oder einem SLA ausdrücklich zugesagt wurde.
12. Unzulässige Nutzung
Untersagt ist insbesondere die Nutzung der Leistungen für rechtswidrige Inhalte, Phishing, Schadsoftware, Botnetze, unbefugte Zugriffe, Angriffe auf IT-Systeme, Spam, rechtswidrige Massenkommunikation oder sonstige strafbare beziehungsweise Rechte Dritter verletzende Handlungen.
Technische Schutzmaßnahmen, Sicherheitsmechanismen und Ressourcenbegrenzungen dürfen nicht umgangen werden.
13. Datensicherung
Soweit ein Tarif keine ausdrücklich geschuldete Backup-Leistung enthält, bleibt der Kunde für regelmäßige, aktuelle und außerhalb des gebuchten Systems aufbewahrte Sicherungskopien seiner Daten verantwortlich.
Freiwillige oder betriebliche Sicherungen von Weblygo ersetzen ohne ausdrückliche Vereinbarung keine kundeneigene Datensicherung.
14. Sperrung von Leistungen
Weblygo darf Leistungen vorübergehend sperren, soweit dies zur Abwehr konkreter Sicherheitsgefahren, zur Verhinderung rechtswidriger Nutzung oder wegen eines erheblichen Zahlungsverzugs erforderlich und verhältnismäßig ist. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
15. Vertragslaufzeit und Kündigung
Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung und Bestellung. Soweit für eine monatlich abgerechnete Leistung nichts Abweichendes vereinbart ist, verlängert sie sich jeweils um einen weiteren Monat, bis sie wirksam gekündigt wird.
Bei Domains sind technisch und registrierungsrechtlich erforderliche Vorlaufzeiten zu beachten. Die Möglichkeit einer sofortigen Löschung einer Domain ist nicht in jedem Fall gegeben.
16. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Weblygo verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der geltenden Datenschutzbestimmungen und der Datenschutzerklärung.
Soweit Weblygo im Rahmen einer Hosting-Leistung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, kann ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen werden.
17. Haftung
Weblygo haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie in den gesetzlich zwingend vorgesehenen Fällen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Bei Datenverlust ist ein ersatzfähiger Wiederherstellungsaufwand auf den Aufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und dem Risiko angemessener Datensicherung entstanden wäre, soweit Weblygo die Datensicherung nicht selbst ausdrücklich schuldete.
18. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern stehen die gesetzlichen Widerrufsrechte zu. Die Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage ab Vertragsschluss, soweit keine gesetzliche Ausnahme eingreift.
Verlangt ein Verbraucher ausdrücklich, dass Weblygo vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, können bei einem späteren Widerruf die gesetzlichen Regelungen zum Wertersatz Anwendung finden. Ein gesetzliches Widerrufsrecht erlischt nur unter den hierfür gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen.
19. Höhere Gewalt
Soweit eine Leistung wegen Ereignissen außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs einer Partei vorübergehend nicht erbracht werden kann, ruhen die betroffenen Leistungspflichten für die Dauer und im Umfang der Beeinträchtigung. Zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
20. Verbraucherstreitbeilegung
Soweit Weblygo gesetzlich zu entsprechenden Informationen verpflichtet ist, werden Verbraucher über die Möglichkeiten einer außergerichtlichen Streitbeilegung informiert. Eine Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren erfolgt nur, soweit hierzu eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder Weblygo dies im Einzelfall ausdrücklich erklärt.
21. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch zwingende Schutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen werden.
Sollte eine einzelne Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle einer unwirksamen Klausel tritt die gesetzliche Regelung.